Wozu braucht man Marketing?

Im dritten Workshop setzen sich unsere Gewinner unter der Leitung von Kreativsonar-Coach Markus Besch mit dem Thema Marketing auseinander.

Egal ob Solo-Selbständig oder Konzernvorstand; um als UnternehmerIn erfolgreich zu sein, muss man sich ständig weiterentwickeln. In unserer Beitragsreihe »Wozu braucht man ..?« beleuchten wir einige Aspekte des Unternehmertums und sprechen mit ExpertenInnen. Heute beantwortet uns Markus Besch ein paar Fragen zum Thema Marketing.

Du bist Experte für Soziale Netzwerke & Digitales Marketing. Welche großen Fehler können Unternehmer in diesem Bereich machen?

Planlos und ohne eine Strategie zu starten sowie die nötigen Ressourcen zu unterschätzen! Das ist tatsächlich eine sehr große Gefahr, da ja nahe jeder von uns die Netzwerke aus seinem persönlichen und privaten Umfeld kennt, diese in der beruflichen Nutzung aber eine andere Aufmerksamkeit, Aufwand und Bedienung erfordern. Und es ist faszinierend zu sehen wieviele Unternehmen ohne eine ausgearbeitete Strategie in dem Bereich unterwegs sind, die dann natürlich auch nur zufällig mit der Unternehmensstrategie und -ausrichtung übereinstimmt, wenn das gerade so von den Inhalten her passt.

Der Bereich Marketing ist ein weites Feld. Wie findet man heraus, welche Marketingmaßnahmen für das eigene Unternehmen überhaupt sinnvoll sind?

Wie man heute ja zunächst mal bei der Erstellung eines Business-Canvas lernt sollte der potentielle Kunde mit seinen Neigungen und Interessen im Zentrum stehen. Diesen gilt es zu erforschen und zu schauen, wo sich daraus eine Customer Journey aufbauen und umsetzen lässt. Der Weg ist das Ziel, nicht das Medium.

Du bist auch CoFounder des wizemann.space in Stuttgart tätig. Dort arbeiten Unternehmen und Startups an nachhaltigen Wirtschaftskonzepten. Was genau ist damit gemeint?

Der wizemann.space ist ein Coworking- und Eventspace mit dem Fokus auf nachhaltigem Wirtschaften und Arbeiten, und ist damit Teil des globalen Impact Hub Netzwerks. Es geht dabei um ein gesellschaftlich verantwortliches Unternehmertum, das Verantwortung zeigt im Umgang mit Ressourcen und seiner Umwelt, im und außerhalb des Unternehmens. International wird dies mit Social Entrepreneurship bezeichnet, und ich finde es ist eine der wichtigsten Sachen die unsere Welt braucht. Bei allem Fortschritt und Technologie sollten wir die Welt nicht vergessen, die uns das alles ermöglicht. Sonst nutzt uns morgen eventuell all die Technik und das erwirtschaftete Geld und Gut nichts mehr.

So unterstützen wir dort zum Bespiel auch Social Startups in den Bereichen Mobilität, Food und vielem mehr. Schön zu sehen, dass vorallem jungen Leuten hier viel am Thema Umwelt und Umgang mit Mitarbeitern liegt.

Zur Website von Markus Besch geht’s hier.