Wozu braucht man das Business Model Canvas?

Um sich für das Kreativsonar 2018 zu bewerben, mussten alle Teilnehmer ein Business Model Canvas ausfüllen. In knapp einer Woche findet dazu der weiterführende Workshop für unsere diesjährigen Gewinner unter der Leitung von Markus Linden statt.

Egal ob Solo-Selbständig oder Konzernvorstand; um als UnternehmerIn erfolgreich zu sein, muss man sich ständig weiterentwickeln. In unserer Beitragsreihe »Wozu braucht man ..?« beleuchten wir einige Aspekte des Unternehmertums und sprechen mit ExpertenInnen. Heute sprechen wir mit Markus Linden, der den Kreativsonar-Workshop zum Business Model Canvas leitet.

Du bist unser Coach zum Thema Business Model Canvas. Wofür braucht man dieses Geschäftsmodell eigentlich?

Das Geschäftsmodell ist ein Rahmenwerk, das die zentralen und erfolgskritischen Komponenten eines Unternehmens in den Mittelpunkt stellt. Anhand eines solchen Rahmenwerks kann jeder Unternehmer seine individuelle Geschäftsidee auf einen Blick kreativ entwickeln.

Man möchte meinen, das besonders kreative Unternehmer gerne flexibel bleiben. Können solche ,,starren Strukturen‘‘ da nicht eher hinderlich sein?

Das Geschäftsmodell lässt dem kreativen Unternehmer trotz seines strukturierten Aufbaus immer genug „Luft zum Atmen“. Es hilft durch die vorgegebene Struktur vielmehr Ideen zu generieren und diese im Zeitverlauf immer wieder zu überdenken und weiterzuentwickeln.

Seit 2017 bist du Professor für Business Intelligence, zu deutsch Geschäftsanalytik an der FOM Hochschule für Ökonomie & Management in Bonn. Was genau verbirgt sich hinter diesem Begriff?

Bei Business Intelligence geht es generell darum, geschäftsrelevante Informationen aufzubereiten und auszuwerten, damit der Unternehmer bessere Entscheidungen treffen kann. Das Geschäftsmodell kann auch hierfür eine geeignete Ausgangsbasis darstellen, indem die erfolgskritischen Kennzahlen zunächst identifiziert und anschließend zur Messung der unternehmerischen Aktivitäten herangezogen werden.