Die Kultur- und Kreativwirtschaft

Bunt. Vielfältig. Kleinteilig. Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist eine außerordentlich vielschichtige Branche: In ihr treffen Architekten auf Musiker, Softwareentwickler auf Tänzer. Die Quote der Selbständigen ist außergewöhnlich hoch. Die Branche umfasst sowohl Freiberufler als auch Klein- und Kleinstunternehmer sowie Soloselbständige und mittelständische Unternehmen.

Unter Kultur- und Kreativwirtschaft werden diejenigen Kultur- und Kreativunternehmen erfasst, welche überwiegend erwerbswirtschaftlich orientiert sind und sich mit der Schaffung, Produktion, Verteilung und/oder medialen Verbreitung von kulturellen/kreativen Gütern und Dienstleistungen befassen […] Der wirtschaftlich verbindende Kern jeder kultur- und kreativwirtschaftlichen Aktivität ist der sogenannte schöpferische Akt […] (Quelle: Forschungsbericht 577, Gesamtwirtschaftliche Perspektiven der Kultur- und Kreativwirtschaft, BMWi (Hrsg.), 2009)

Innovation durch Kreativität

Ideen und Visionen – die Kultur- und Kreativbranchen liefern wichtige Impulse mit gesamtwirtschaftlichem Innovationspotential. Kreativität eröffnet neue Sichtweisen und Handlungsansätze. Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist somit wesentlich an der Entwicklung neuartiger Produkte und Dienstleistungen beteiligt, weshalb ihr bedeutende Wachstums- und Beschäftigungspotentiale zugesprochen werden.

Standortfaktor Lebensqualität

Die Kultur- und Kreativwirtschaft schafft moderne Arbeitsplätze, trägt zur kulturellen Vielfalt in Städten und Regionen bei und schafft somit Lebensqualität. Demnach ist Kultur ein wichtiger Standortfaktor  für den Tourismus, aber eben nicht nur: Erst wenn man ein abwechslungsreiches Kultur- und Freizeitangebot bietet und  kreativen Milieus ein Zuhause gibt, wird man für junge Menschen sowie Fachkräfte zum attraktiven Wohn- und Lebensraum.