Punkt, Komma, Strich – Wie begeistere ich auf dem Papier? (Teil II)

Blogbeitrag oder Bewerbung, Projektskizze oder Konzept – für Selbständige und Kreative wichtige Kommunikationsmittel mit einer zentralen Gemeinsamkeit: sie sind textbasiert, d.h. Erfolg oder Misserfolg hängen wesentlich auch von der Qualität der Texte ab. Es ist demnach sinnvoll, die eigenen Texte kritisch zu hinterfragen und zu optimieren. Hier haben wir bereits zwei wichtige Qualitätsmerkmale von guten Texten beschrieben, heute wollen wir uns drei weiteren zuwenden.

Sie haben eine klare Struktur

Bring deine Texte in Form, damit sie nicht wie Buchstabensuppe wirken, die weder Hand noch Fuß hat. Dies gilt nicht nur für das Layout, sondern auch für Inhalt und Textfluss. Hierbei kann es ganz hilfreich sein, sich an den Deutschunterricht zurück zu erinnern.

So brauchen deine Texte beispielsweise eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss. Entsprechend dieser drei Teile solltest du deine Texte gedanklich und informativ strukturieren. Führe deine Leser zuerst in das Thema ein, vertiefe dann die Ausführungen und schließe  – bestenfalls mit einem Ausblick – ab.

Sie vermitteln positive Botschaften

Reine Kritik ohne konstruktiven Mehrwert ist einfach nur lästig. Sie strahlt Passivität aus und kann – so hart es klingt – nur wenig bewegen, da sie ihr Umfeld nicht mitreißt. Wenn du dich also in einem Text darüber beschwerst, dass in der heimischen Kleinstadt nichts geht, jedoch selbst keine Visionen entwirfst, dann wirst du hiermit nicht sehr weit kommen. Du schaffst um dich herum ein Bild reinster Negativität, das schließlich auf dich selbst zurückstrahlt. Irgendwann kommt nämlich jemand mit der Anmerkung „Meckern ist gut, wenn man selbst nichts tut!“

Wenn du aber Handlungsoptionen aufweist und einen positiven Ausblick eröffnest, dann kannst du zwar auch auf die Probleme hinweisen, überzeugst jedoch gleichzeitig mit Tatendrang und Optimismus.

Sie haben eine klar definierte Zielgruppe

Bevor du dich jetzt an deine Texte setzt, solltest du dich fragen: Wer ist meine Zielgruppe? Denn erst wenn du weißt, an wen du dich wendest, kannst du abwägen, was dein Texte brauchen. Sind deine Leser Experten oder du musst du sie erst in das Thema einführen? Kennst du dein Gegenüber oder musst du dich erst vorstellen? Hat dein Leser viel Zeit sich alles genau durchzulesen oder ist deine Bewerbung womöglich nur eine von hundert?

Wie du merkst, sind wir wieder beim Thema „Fragen stellen“ angekommen. Wenn du deine Zielgruppe bestimmt und somit deine für dich wichtigste Frage beantwortet hast, kannst du dir überlegen, welche Fragen dein Leser hat. Eine Frage ergibt die nächste und diese fordert wiederum Antworten, usw. So funktioniert immerhin Kommunikation – ob als Text oder Video, über Körpersprache oder mit Bildern: Sie ist stetiger Austausch, d.h. ein Hin- und Her an Fragen und Antworten, Anmerkungen und Ausrufen.

Viel Spaß beim Schreiben!